Gegensätze | global denken - lokal handeln



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Lieber Kai,
marode Gebäude am Abend, deren Fassaden in mattes Licht getaucht werden. Dazwischen stehen auf einer Freifläche Autos, der Eindruck eines heruntergekommenen Viertels. Zwischen den Fassaden dann der Blick zu einem mit kaltem Licht angestrahlten Fernsehturm in der Ferne. Helligkeit und Finsternis, die verschiedenen Lichtquellen, die Unübersichtlichkeit der Szenerie, all das schafft eine Stimmung von Unsicherheit.
Freundliche Grüße, Ela

Liebe Ela,
vielen Dank für Deine Nachricht. Eine Kombination verschiedener Sphären. Der Fernsehturm in der Ferne als sachlicher Erfüllungsgehilfe einer Aufgabe. Doch auch ihm wird Respekt gezollt durch eine Beleuchtung, die ihn weithin sichtbaren macht. Es handelt sich aber um ein kaltes, technisches Licht Ganz im Gegenteil zu dem schummrigen, aber warmen Licht, das die Straßenszenerie beleuchtet. Aber bei genauso Betrachtung dann auch dort noch Lichtungen, die aus einem Schaufenster dringen und schräg darüber mit einem Schild verquirlen sind und ebenfalls kalt, weiß daherkommen.
Herzliche Grüße, Kai


Die Welt erschließt sich in Bildern, in Szenen, in Ensemblemen von Landschaft, Gebäuden, Gegenständen, Licht und Farben. Gesammelt wurde über 7 Jahre hinweg jede Woche jeweils eine Szene, die sich durch eine besondere Komposition auszeichnet.
Damit steht für jeden Tag des Jahres eine Szene zur Verfügung, die Ausgangspunkt für Assoziationen und Reflektionen sein kann. Die Szenen regen an, Fragen des Bestehenden und Zukünftigen innovativ anzugehen - Denken out of the box. Kai und Ela lassen uns an ihren Überlegungen teilhaben.

Projekt Gegensätze - Januar 2025