Gegensätze | global denken - lokal handeln



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Liebe Ela,
zwei einfache Holzliegen in Kombination mit einem Sonnenschutz an einem Strandabschnitt mit Wellen, die auf dem Sand ausrollen, nur wenige Meter vom Entspannungsort entfernt. Während über dem Meer Wolkenformationen hängen, wird der Strand von der Sonne beschienen. Sowohl Sonnenschirm als auch nicht im Blickfeld befindliche Bäume werfen scharfe Schatten in den Sand.
Wie wahrscheinlich ist es, dass wir von Schatten oder Spiegelungen in unserer Wahrnehmung getäuscht werden?
Freundliche Grüß, Kai

Lieber Kai,
vielen Dank für Deine Nachricht. Die Bewertung von Schatten in einem erkenntnistheoretischen Zusammenhang ist ja immer wieder Thema. Sehr deutlich sind Bäume im Sand wahrnehmbar. Dennoch lässt sich dort nur Sand, nicht aber der Baum anfassen oder begreifen. Der Schatten ist eine radikale Reduzierung. Repräsentiert ist nur die äußere Form. Rückschlüsse auf das Wesen eines schattenwerfenden Objekts sind nur begrenzt möglich. Dies ist wichtig zu begreifen.
Viele Grüße, Ela


Die Welt erschließt sich in Bildern, in Szenen, in Ensemblemen von Landschaft, Gebäuden, Gegenständen, Licht und Farben. Gesammelt wurde über 7 Jahre hinweg jede Woche jeweils eine Szene, die sich durch eine besondere Komposition auszeichnet.
Damit steht für jeden Tag des Jahres eine Szene zur Verfügung, die Ausgangspunkt für Assoziationen und Reflektionen sein kann. Die Szenen regen an, Fragen des Bestehenden und Zukünftigen innovativ anzugehen - Denken out of the box. Kai und Ela lassen uns an ihren Überlegungen teilhaben.

Projekt Gegensätze - Januar 2025